Kreativtechniken nutzen

​Kreativtechniken nutzen nur Profis? Weit gefehlt, ein wenig Kenntnis von einigen Techniken (und ein bisschen Übung) kann bei privaten Themen durchaus auch helfen.

​Kurze Vorstellung von ein paar Techniken

Brainstorming

​Eine, wenn nicht die, bekannteste Methode. Für ein gegebenes Problem​ werden in einer bestimmten Zeit so viele Lösungen wie möglich generiert. Diese Lösungen dürfen auch total abwegig sei​n."​Ein Wunsch einer guten Fee" wäre also auch möglich. Es wird nicht ge- oder bewertet. Wenn die Zeit zu Ende ist oder keine weiteren Ideen mehr kommen, ist ​es Z​eit sich die Ideen genauer auf Machbarkeit anzusehen. Das ist dann der Zeitpunkt, an dem die Sache mit der Fee wohl aussortiert wird. ​Trotzdem ist sie wichtig, denn ein Schubs aus einer abwegigen Ecke bringt fast immer Schwung in die Gedanken um unkonventionell zu denken - oder sorgt zumindest für Lacher und damit Entspannung.

Am Ende des Sortierens sollten 3-5 Möglichkeiten übrig sein, die zumindest auf den ersten Blick machbar aussehen und dann weiter verfolgt werden können.

​Diese Methode ist in kleinen Gruppen am effektivsten​. Sie allein anzuwenden funktioniert auch, aber es kommt deutlich weniger an Möglichkeiten dabei herum. Wenn man feststeckt im Gedankenkarussell ist sie (allein) nicht zu empfehlen. Eine weitere Person dazuzunehmen hilft aber schon.

Kopfstandtechnik

Ich ​finde diese Technik großartig, weil ich Perspektivwechsel sehr gerne mag und diese Technik es auf die Spitze treibt​. Die Fragestellung wird nämlich umgekehrt zu "was kann ich tun, um das Problem auf gar keinen Fall zu lösen bzw zu verschlimmern?"

Ähnlich wie beim Brainstorming wird auch hier in einer bestimmten Zeit möglichst viel an Ideen vorgebracht, allerdings soll es ja darum gehen alles noch schlimmer zu machen. ​Das kann zu einigen Lachern führen. Am meisten Spaß und Ergebnisse bringt sie natürlich auch in kleine Gruppen, aber auch allein ist so eine Änderung der Perspektive wirklich hilfreich.

​Ist die Zeit um werden alle Ideen noch einmal angeschaut ob sie wirklich ​machbar wären (Stichwort: Fee). ​Im nächsten Schritt wird dann wieder umgedreht, der Kopfstand also verlassen: wenn ich das Gegenteil mache, würde es mein Problem / meine Situation verbessern? Meist kommt man an dieser Stelle dann von einer ungewöhnlicheren Seite.

​Weitere Methoden

Eine weitere Methode, die mir persönlich gut gefällt,​ aber besonders in ungeübt nicht einfach ist, ist die Walt Disney Methode. Dort schlüpft der Teilnehmer nacheinander in 3 verschiedene Rollen: Träumer, Realist und Skeptiker. Der Träumer  darf sich wirklich alles ausdenken, der Realist prüft auf Machbarkeit und der Skeptiker versucht noch mögliche Fallstricke zu finden. Als einzelne Person ist das ziemlich kompliziert, nichtsdestotrotz finde ich den Ansatz sehr spannend.

Morphologischer Kasten

Nicht direkt eine kreative Methode, aber sehr hilfreich beim Zerlegen und Lösen von komplexeren Problemen. Der morphologische Kasten besteht aus einer Tabelle, in der ​in den ​Zeilen untereinander die Problembestandteile stehen, die Spalten werden mit Buchstaben oder Zahlen gekennzeichnet. ​In die entstehenden Felder schreibt man mögliche Lösungen für jedes Teilproblem in der entsprechenden Zeile. Die Lösungsoptionen können z.B. aus dem Brainstorming kommen.

​Ist für jedes Teilproblem 3-5 Optionen gefunden, ​wird in jeder Zeile die beste​ Option markiert​. Mit einer Lösung für jedes Teilproblem ​sollte das G​esamtproblem damit dann auch gelöst sein. Ist dem nicht der Fall, wurde vermutlich vorher ein Teilproblem unterschlagen oder eine Wechselwirkung von Lösungen nicht bedacht.

​In meinem Workbook "Raus aus dem Tief" habe ich für eine fiktive Person einen solchen morphologischen Kasten genauer ausgeführt.

Wie nutze ich die nun selber?

​Im Prinzip ist jede der Techniken mit etwas Übung von jedem anzuwenden. Es kann aber sein, dass eine Variante mir eher liegt als eine andere oder dass ich so fest stecke, dass allein gar nichts geht. Wenn möglich, teste die T​echniken mal mit Partner und Freundin, als Beispielproblem gebe ich gerne ein paar zum Testen:

- wie stelle ich sicher, dass auf der Geburtstagsfeier meines Kindes alle zufrieden sind?
- Das Auto ist kaputt und ich muss noch den Wocheneinkauf machen.
- Es ist Sonntag, ich will eine Torte backen aber ich habe das letzte Ei soeben auf dem Fußboden verteilt.


​Wenn Du aber wirklich in einer Sackgasse steckst und über externe Hilfe nachdenkst, vereinbare gern ein kostenloses Infogespräch mit mir​. In den 15 Minuten können wir uns kennenlernen und feststellen, ob und wie ich Dir weiterhelfen kann.

Du bist genug

​Für mehr Selbstliebe im Leben. Du bist genug!

Trotzdem gibt es genug Themen, die uns manchmal zweifeln lassen.

​picturecredit:  ilona75 / depositphotos.com

​Streit! Streit! Streit!

Die Kinder streiten mehr. Streits mit dem Partner sind häufiger. Streits sind schwerer auszuhalten oder zu begleiten. Es kostet mehr Kraft, weil die notwendige Entspannung dazwischen nicht da ist. Weil man sich gerade kaum aus dem Weg gehen kann.

Dass in dieser Situation die Nerven nicht mehr so strapazierfähig sind ist normal. Wie auch, wenn allgemein große Unsicherheit herrscht? Einmal dieser Virus, den man nicht sehen kann. Der aber Maßnahmen erfordert, die einschränken und die für den Einzelnen oft nicht nachvollziehbar gelockert oder aufrecht erhalten werden sollen.

Vielleicht brauchst Du gerade auch nur jemanden, der Dir sagt, dass Du genug bist. Dass Du auch mal fertig sein darfst? Dann melde Dich gerne bei mir. Und auf dem Weg bekommen wir vielleicht auch einen kleinen positiven Schubs für Dich hin.

Ich bekomme nicht Alles unter einen Hut

​Das k​riegt vermutlich niemand hin. Außer er/sie hat viel Geld oder viel Unterstützung, die Außenstehende gar nicht immer sehen. Vergleichen hilft Dir nicht, meistens zieht das noch mehr runter. ​Zwei Familien sind nämlich höchst selten in einer vergleichbaren Situation, allein schon deshalb weil alle Menschen verschieden sind. Ich nehme an, "vor Corona" hattest Du schon viel zu tun. Und dann kommt da diese neue Anforderung, einfach noch mehr zu machen und das auch noch auf kleinerem Raum. Und mit mehr Unsicherheit, weil immer noch nicht klar ist, wann oder ob alles wieder auf "normal" stehen wird.

Ich bin mir sicher, Du leistest gerade eine Menge. Gibt es eine Möglichkeit für Dich, das auch zu sehen? ​Du bist genug!

​​Ich meckere dauernd, das will ich nicht

​Du merkst, was nicht gut läuft. Das ist prima. Du willst etwas ändern. Das ist noch besser. Vielleicht ist es aber auch so, dass Du gerade gar nicht anders kannst​? Außergewöhnliche Situationen verlangen außergewöhnlich viel ab, auch wenn es am Anfang eventuell noch danach aussah, dass alles locker zu stemmen ist. ​Sei lieb zu Dir, Dein Verhalten hat einen Grund. Der liegt ziemlich sicher nicht in Deinem Gegenüber, sondern irgendwo in Dir. Und möchte Aufmerksamkeit. Was kannst Du Dir Gutes tun, um dem näher zu kommen? Um zu verstehen was es ist, was Du brauchst? Du bist genug!




April 2020 – Ein Rückblick

​Der ​April 2020. Ein Rückblick auf einen ganzen Monat mit Ausgangsbeschränkung.

Rückblick April
​Ausgangsbeschränkung,​ da geht doch was

​Fühlte es sich am Anfang noch an wie eingesperrt sein, war ​bald klar, dass dem gar nicht so ist. Raus gehen war ja nicht untersagt, nur beschränkt. In der Folge bin ich mit den Kindern selten so viel Rad gefahren wie im April. Wir haben es sogar geschafft, in einem stillen Winkel in dem Wäldchen nah der Haustür ein paar Ostereier zu suchen. Mit Nachbarn unter Einhaltung des Sicherheitsabstands ein paar Worte zu wechseln war​ auch möglich - und tat ziemlich gut. Grundsätzlich hatte ich den Eindruck freute sich jeder darüber angesprochen zu werden und ohne das freche Ansprechen hätte ich den freundlichen Obstlieferanten jetzt nicht, der mir Bio-Obst und Saft bis vor die Haustür bringt.

Erlaubt ist übrigens auch Schnitzeljagden draußen aufzuhängen oder aufzumalen, damit Passanten Spaß dran haben. Ich habe mir hier den Spaß gemacht, Zettel mit Aufgaben für zwei Teams aufzuhängen. Am Ende gab es dann noch die Aufgabe je nach Team einen Stock da oder dort in die Erde zu stecken - damit sichtbar wird dass da auch Menschen mitmachen. Es wurde gut angenommen. Eine neue Runde werde ich nach den aktuellen Regengüssen aufhängen.


​Ideen müssen her, für mich und andere

​Eigentlich war für mich ein Wiedereinstieg im alten Job angedacht. Ein Plan, der quasi mit Bekanntgabe der Ausgangsbeschränkung platzte. Da lag es nahe, ​mich mehr auf das Steckenpferd, das online Business zu stürzen. Ideen gab und gibt es viele, die Zeit zur Umsetzung war nur knapper als zuvor. Aber es ist die richtige Zeit für innovative Ideen und so ist jetzt ein online Mittelaltermarkt am Entstehen. ​Schließlich bin ich nicht die Einzige, die neue Ideen für die Zeit braucht. Für einen echten M​arkt fehlen die typischen Geräusche und Gerüche, aber wir haben versucht möglichst nah dran zu kommen, so nah wie es online halt geht. Schau gerne vorbei, der erste Markt ​findet ​​im Mai statt: Online Mittelaltermarkt

​Meine virtuelle Schnitzeljagd wurde verbessert und als Event online gebracht. Derzeit ist gerade keine Anmeldung möglich, aber bald wird es eine neue R​unde geben. Dann wird ​es die Schnitzeljagd auch als Geburtstags-Event geben, mit Wunschthema und personalisiert. Hast Du Interesse? Dann schreibe mir gern.

Und so ganz "nebenbei" arbeite ich auch noch am Thema Bildungspflicht statt Schulpflicht mit, also der Möglichkeit für Familien, ihre Kinder nicht in der Schule sondern z.B. daheim zu unterrichten. Derzeit laufen in der Richtung einige Akti​vitäten und auch Petitionen. Hintergrund war, es u.a. auch den Schulen bei der schrittweisen Wiedereröffnung einfacher zu machen, die Gruppen klein zu halten, wenn es Familien gibt, die weiter zu Hause unterrichten können und wollen.

​Und so insgesamt?

War der​ April ziemlich anstrengend. Auch wenn ich versucht habe viel für mich zu tun, Standards nicht allzu hoch​ zu legen. Es ist immer noch eine ungewohnte Situation mit vielen Anforderungen und ohne größere Pausen. Die vielen Ideen waren einerseits gut, weil sie Bewegung rein brachten. Andererseits brachten sie eben auch ​Stress.