Warum spielerisch lernen klasse ist

Verbindest Du mit lernen monotones auswendiglernen? Wäre es nicht cool, wenn das anders ginge? Hier kommen meine Gründe, warum spielerisch lernen nicht nur klasse sondern auch möglich ist.

Spiel

Lernen ist ein Kinderspiel

Zunächst einmal gibt es wohl kaum neugierigere Wesen als Kinder (kleine Katzen eventuell ausgenommen 😉 ). Alles muss angefasst, fallengelassen, geworfen oder ausprobiert werden. Dabei wundern wir Erwachsenen uns nicht selten darüber auf wie viele Arten ein Ding genutzt werden kann. Bestes Beispiel ist vielleicht der Stock: Rührlöffel, Szepter, Pistole, Schwert, Wanderstab, Pferd, Sprunghilfe und noch vieles mehr kann so ein Stock werden. Da sieht so ein Erwachsener mit seinem "naja, ist halt ein Stock" schon ein bisschen armselig gegen aus, oder? Spiel ist Kreativität. Ausprobieren. Fehler machen. Daraus lernen.

Moment, habe ich gerade Fehler gesagt? Klar! Wie oft fällt so ein Kleinkind denn hin bis es stehen oder sicher laufen kann? Lässt es sich dadurch entmutigen? Nein, sonst wäre das mit dem Laufenlernen für uns wohl nicht möglich. Streichen wir den blöden Begriff Fehler doch und sagen "es übt". Wer übt, probiert sich aus, findet Wege wie etwas geht. Wege wie etwas nicht so gut geht. Oder eben gar nicht geht.

Emotionen und lernen

Was haben Emotionen mit lernen zu tun? Das ist eigentlich einfach erklärt: die Dinge, mit denen wir eine Emotion verknüpfen, bleiben länger im Gedächtnis. Und werden vom Gehirn grundsätzlich als wichtig(er) wahrgenommen. Der Tiger, der grad auf Dich zu schleicht, ist halt schon etwas existenzieller als das Telefonbuch vor Deiner Nase, oder?

Unser Hirn speichert also nicht nur eine Information, sondern auch eine Emotion dazu. Zum Beispiel kann ich mir Musikstücke besser merken, wenn ich damit eine bestimmte Stimmung verbinde. Ich speichere also zwei Informationen: die Information über das Lied und die Stimmung dazu.

Über Musik ist es mir z.B. auch möglich, sich eine positive Lernumgebung zu schaffen. Oder eine kreative Insel. Das mache ich, wenn ich etwas schreiben will (wie jetzt gerade): ich lege mir für mich passende Musik auf.

Bewegung und lernen

Ähnlich wie bei den Emotionen ist es auch mit der Bewegung beim Lernen. Wenn ich mich bewege während ich etwas lerne, speichert das Hirn nicht nur die Information sondern auch die Bewegung dazu ab. Effektiv also wieder zwei Wege um auf einen Datensatz zuzugreifen. Weshalb es auch gar nicht so doof ist, an unterschiedlichen Orten zu lernen, denn dann verknüpft man den Ort und die Information. Und ja, Bewegung und Ortswechsel zusammen gilt auch.


Spielend lernen

Wenn ich es schaffe, ein mir nicht so genehmes Thema so umzuwandeln, dass mir die Beschäftigung damit Spaß macht, dann bin ich beim spielerischen Lernen. Ein Beispiel bei mir ist das Thema Geschichte. Was fand ich das öde in der Schule. Kaum beschäftige ich mich mit Fantasy-Rollenspiel im Mittelalter, wird es plötzlich interessant. Einfach weil der Ansatz ein ganz anderer ist. Da geht es um das Erleben von Geschichte und Geschichten. Personen kommen einem nahe, man kann den Ausgang beeinflussen. Und daraus erwuchs dann auch ein größeres Interesse an den Zusammenhängen für mich.

Vielleicht finde ich auch jemanden, der Spaß an genau diesen Dingen hat die mich bisher nicht so sehr interessieren und der*die es versteht mich mitzureißen. Denn Begeisterung kann sehr ansteckend wirken. Da ist es vielleicht dann eher das Interesse daran was die andere Person so sehr begeistert, aber auch so lerne ich ja.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.