Kreativtechniken nutzen

​Kreativtechniken nutzen nur Profis? Weit gefehlt, ein wenig Kenntnis von einigen Techniken (und ein bisschen Übung) kann bei privaten Themen durchaus auch helfen.

​Kurze Vorstellung von ein paar Techniken

Brainstorming

​Eine, wenn nicht die, bekannteste Methode. Für ein gegebenes Problem​ werden in einer bestimmten Zeit so viele Lösungen wie möglich generiert. Diese Lösungen dürfen auch total abwegig sei​n."​Ein Wunsch einer guten Fee" wäre also auch möglich. Es wird nicht ge- oder bewertet. Wenn die Zeit zu Ende ist oder keine weiteren Ideen mehr kommen, ist ​es Z​eit sich die Ideen genauer auf Machbarkeit anzusehen. Das ist dann der Zeitpunkt, an dem die Sache mit der Fee wohl aussortiert wird. ​Trotzdem ist sie wichtig, denn ein Schubs aus einer abwegigen Ecke bringt fast immer Schwung in die Gedanken um unkonventionell zu denken - oder sorgt zumindest für Lacher und damit Entspannung.

Am Ende des Sortierens sollten 3-5 Möglichkeiten übrig sein, die zumindest auf den ersten Blick machbar aussehen und dann weiter verfolgt werden können.

​Diese Methode ist in kleinen Gruppen am effektivsten​. Sie allein anzuwenden funktioniert auch, aber es kommt deutlich weniger an Möglichkeiten dabei herum. Wenn man feststeckt im Gedankenkarussell ist sie (allein) nicht zu empfehlen. Eine weitere Person dazuzunehmen hilft aber schon.

Kopfstandtechnik

Ich ​finde diese Technik großartig, weil ich Perspektivwechsel sehr gerne mag und diese Technik es auf die Spitze treibt​. Die Fragestellung wird nämlich umgekehrt zu "was kann ich tun, um das Problem auf gar keinen Fall zu lösen bzw zu verschlimmern?"

Ähnlich wie beim Brainstorming wird auch hier in einer bestimmten Zeit möglichst viel an Ideen vorgebracht, allerdings soll es ja darum gehen alles noch schlimmer zu machen. ​Das kann zu einigen Lachern führen. Am meisten Spaß und Ergebnisse bringt sie natürlich auch in kleine Gruppen, aber auch allein ist so eine Änderung der Perspektive wirklich hilfreich.

​Ist die Zeit um werden alle Ideen noch einmal angeschaut ob sie wirklich ​machbar wären (Stichwort: Fee). ​Im nächsten Schritt wird dann wieder umgedreht, der Kopfstand also verlassen: wenn ich das Gegenteil mache, würde es mein Problem / meine Situation verbessern? Meist kommt man an dieser Stelle dann von einer ungewöhnlicheren Seite.

​Weitere Methoden

Eine weitere Methode, die mir persönlich gut gefällt,​ aber besonders in ungeübt nicht einfach ist, ist die Walt Disney Methode. Dort schlüpft der Teilnehmer nacheinander in 3 verschiedene Rollen: Träumer, Realist und Skeptiker. Der Träumer  darf sich wirklich alles ausdenken, der Realist prüft auf Machbarkeit und der Skeptiker versucht noch mögliche Fallstricke zu finden. Als einzelne Person ist das ziemlich kompliziert, nichtsdestotrotz finde ich den Ansatz sehr spannend.

Morphologischer Kasten

Nicht direkt eine kreative Methode, aber sehr hilfreich beim Zerlegen und Lösen von komplexeren Problemen. Der morphologische Kasten besteht aus einer Tabelle, in der ​in den ​Zeilen untereinander die Problembestandteile stehen, die Spalten werden mit Buchstaben oder Zahlen gekennzeichnet. ​In die entstehenden Felder schreibt man mögliche Lösungen für jedes Teilproblem in der entsprechenden Zeile. Die Lösungsoptionen können z.B. aus dem Brainstorming kommen.

​Ist für jedes Teilproblem 3-5 Optionen gefunden, ​wird in jeder Zeile die beste​ Option markiert​. Mit einer Lösung für jedes Teilproblem ​sollte das G​esamtproblem damit dann auch gelöst sein. Ist dem nicht der Fall, wurde vermutlich vorher ein Teilproblem unterschlagen oder eine Wechselwirkung von Lösungen nicht bedacht.

​In meinem Workbook "Raus aus dem Tief" habe ich für eine fiktive Person einen solchen morphologischen Kasten genauer ausgeführt.

Wie nutze ich die nun selber?

​Im Prinzip ist jede der Techniken mit etwas Übung von jedem anzuwenden. Es kann aber sein, dass eine Variante mir eher liegt als eine andere oder dass ich so fest stecke, dass allein gar nichts geht. Wenn möglich, teste die T​echniken mal mit Partner und Freundin, als Beispielproblem gebe ich gerne ein paar zum Testen:

- wie stelle ich sicher, dass auf der Geburtstagsfeier meines Kindes alle zufrieden sind?
- Das Auto ist kaputt und ich muss noch den Wocheneinkauf machen.
- Es ist Sonntag, ich will eine Torte backen aber ich habe das letzte Ei soeben auf dem Fußboden verteilt.


​Wenn Du aber wirklich in einer Sackgasse steckst und über externe Hilfe nachdenkst, vereinbare gern ein kostenloses Infogespräch mit mir​. In den 15 Minuten können wir uns kennenlernen und feststellen, ob und wie ich Dir weiterhelfen kann.

Spiele daheim erfinden

​Wie geht das überhaupt, Spiele daheim erfinden? Wenn alle Spielsachen langsam langweilig zu werden beginnen, man nicht ständig neues kaufen kann oder will und alle Bewegung brauchen. Dann schlägt die Stunde der kreativen Nutzung von vorhandenen Gegenständen.

​Picturecredit: kawing921 bei depositphotos.com


Kreativität - eine längst verlernte Fähigkeit?

​Beobachte ich das Spiel der Kinder frage ich mich manchmal, woher die kleinen Racker ihre Ideen nehmen. Da sprudeln die Ideen wie ein wilder Bergbach und ich als Erwachsene stehe daneben und staune. Denn bei den Kindern gilt, was wir längst verlernt haben: jede Idee gilt. Zunächst mal ist nichts (oder nur wenig) schlicht unmöglich. Der Ritter kann fliegen, der Dinosaurier Pfeile schießen, der Boden ist Lava...

Tatsächlich können wir Erwachsenen das aber auch (wieder) lernen. Je mehr Spaß man an unkonventionellen Dingen hat, desto leichter. Eine der Techniken dazu ist ziemlich bekannt und nennt sich Brainstorming. Im Großen und Ganzen werden einfach jede Menge mögliche Lösungen für ein Problem generiert ohne zu werten. Da darf "Magie" neben "Schraubverbindung" stehen. Je abgedrehter man sich erlaubt zu denken, desto interessantere Dinge kommen heraus. Und tatsächlich sehr oft auch brauchbares abseits des üblichen Weges. Das Schwierigste ist am Anfang wirklich, sich zurückzunehmen und nicht zu werten.

Aber wie jetzt auf Spiele anwenden?

​Der Haushalt ist voller Dinge, die ​​genutzt werden können. Praktisch ist etwas mit einem nicht zu eingeschränkten Einsatzgebiet. Ein Mixer ist jetzt zum Beispiel nicht unbedingt zu empfehlen, ein Tragetuch ​zum Beispiel schon. 

Da ist jetzt dieses Tragetuch, das man auf verschiedene Weise binden kann. Eigentlich an den Körper, aber warum nicht zum Beispiel an den Tisch? Je nach Position wird daraus eine Höhle oder eine Hängematte oder einfach ein Tuch am Tischbein. Leute mit zweigeschossiger Wohnung könnten es auch an das Treppengeländer knoten -> Schaukel oder Kletterseil. Am Tuch kann man ziehen. Also kann man damit auch Tauziehen. Oder einen Kran daraus fertigen, mit schicker Schlaufe zum Warentransport. Vielleicht habt Ihr noch mehr Ideen? Wenn ja, kommentiert doch bitte, ich bin neugierig!

Eine Entdeckung, die ich kürzlich gemacht habe, war die vielseitige Verwendbarkeit von ​Holzeisenbahnschienen. Als Kreise auf den Boden gelegt ergeben sie einen ​prima Parcours zum Springen oder für das Spiel "​Der Boden ist Lava". Auf eine schräg gestellte Matratze platziert eine Murmelbahn. Mehrere Schienen aneinander gehängt sind eine Verlängerung für den Arm um Dinge unter dem Bett herauszuziehen. A​ußerdem dienen sie den Kindern auch mal als Absperrung für einen Zoo, Rennstrecke für Autos - oder als Holzschwerter...

Von Aktivitäten zu eigenen Spielen​

​Die Grenze ist an sich fließend, aus dem "von Reifen zu Reifen hüpfen" mit den Schienenkreisen lässt sich zum Beispiel schnell auch ein Spiel mit Regeln machen: Die Kreise könnten mit Zahlen versehen werden und nur in bestimmter Reihenfolge durchsprungen werden. Oder nur auf einem Bein. Oder man wirft zuvor einen Ball (oder Sockenpäckchen) und hüpft dorthin, wo der Ball gelandet ist um ihn aufzuheben. Die Kreise könnten auch schlicht Zielscheiben werden.

​Es hilft, selber die angedachte Aktivität einmal (mit) zu machen und sich dann zu fragen "und was geht jetzt noch" oder "wie komme ich da anders entlang". In der Art ist ​vor vielen Jahren auf einer Nikolausfeier das Spiel "Schranke" entstanden: es gab eine freien Raum zwischen allen Tischen, relativ schmal aber lang. Dort einfach entlang zu laufen war eine Weile lustig, aber dauerhaft dann doch ​zu langweilig. Für Fangen war der Platz zu klein. Aber jemanden in die Mitte zu stellen, der nicht hinter den anderen her laufen durfte, sondern als Schranke versuchte Leute aufzuhalten, das ging prima - und beschäftige fast ein Dutzend Kinder sicherlich eine Stunde lang. Ich war übrigens eins davon.

Und noch ein paar Worte zu eigenen Brettspielen

​Auch das geht, ist allerdings etwas komplizierter, jedenfalls wenn es halbwegs ausbalanciert sein soll. Das ist am Anfang aber egal. Ich würde mit einem bekannten und einfachen Brettspiel (Mensch Ärgere Dich Nicht wäre so eins) starten und dort die Regeln verändern​ und/oder Zusatzelemente einführen. Das Spielbrett auf einen anderen Untergrund, wie zum Beispiel eine F​lusslandschaft, übertragen ist auch eine nette Idee. Meist kommen dabei schon Ideen an weiteren Elementen, die eingebaut werden können (Brücken, Krokodile...).

Ran an die Spielbretter. S​chickt mir gerne Eure Kreationen. Oder schreibt etwas in den Kommentaren dazu.

Angst vor Veränderung

​​​Wer kennt es nicht: dieses Bauchkribbeln bis -grummeln, wenn eine größere Entscheidung ansteht? ​Wenn unklar ist, ob die Entscheidung eine gute sein wird? Wenn sich eine ungewisse vage Angst​ breit macht vor dem, was kommen mag, wenn man sich entschieden hat? Diese Angst, dieses Bauchgrummeln will Dir etwas sagen.

Was Dir die Angst sagen möchte

​Tatsächlich möchte dieses G​efühl, diese Angst vor Veränderung, D​ich schützen, vor unbedachten Entscheidungen und vor "Gefahren". Ein interner Warnmechanismus, der mehr oder weniger stark ausgeprägt sein kann. Üblicherweise sind es aber wenige Entscheidungen, die wirklich gefährlich für uns werden können​. ​Heutzutage lauern eher wenige Tiger in den Wäldern und Flusspferde sind bei uns auch nicht heimisch. Natürlich verlassen wir die Komfortzone, wenn wir z.B. einen Job kündigen oder in die Selbständigkeit wollen​. ​Oder falls wir uns für eine in unserer Gesellschaft eher unübliche Art der Betreuung oder S​chule entscheiden. Aber wirklich gefährlich, im Sinne von G​efahr für Leib und Leben, besteht üblicherweise nicht. Es ist also sehr nett von dem Gefühl uns warnen zu wollen, in den meisten Fällen ist es aber übervorsichtig. ​

​Was kannst Du der Angst vor Veränderung entgegensetzen?

Ob eine Entscheidung letztlich "richtig" ist oder nicht, kann niemand vorher wissen. ​Das heißt, es ist eine Entscheidung. Nicht mehr und nicht weniger. Sie wird Konsequenzen haben, einige davon werden Dir vorher bewusst sein, andere tauchen später auf. Und dann ist immer noch Zeit darauf einzugehen. Es kann auch sein, dass Du beschließt, dass die Entscheidung nicht das Richtige wahr (zu diesem Zeitpunkt). Auch das darf sein. ​Dann hast Du ​etwas wichtiges gelernt. Aber: das ist kein Scheitern! Auch wenn die innere Stimme dann vielleicht sagt "Wusste ich es doch!".

​Um der Angst zu begegnen, oder sie ein bisschen auszutricksen, kannst Du versuchen, 2-3 Schritte weiter in die Zukunft zu denken. ​Wie wirst Du Dich fühlen, wenn die Entscheidung gemacht ist​, wenn die ersten Schritte "danach" hinter Dir liegen? Wäre Dir leichter zu Mute? Fühlst Du allein beim G​edanken eine große Welle an Energie? Das ist ein gutes Indiz dafür, dass die Entscheidung Dich eher in Deine Richtung führen wird. Es fehlt nur ein kleiner Schubs für den ersten Schritt. Fühlt es sich hingegen unsicher oder schwer an, dann ist es vielleicht noch nicht der richtige Zeitpunkt.

Und w​enn​ die​se Angst vor Veränderung alles irgendwie blockiert?

Vorweg: weg geht sie nicht, sie hat einen wichtigen Grund da zu sein. Aber Du kannst Dich ihr stellen. ​Und: Du musst das auch nicht allein tun. Oft hilft es, wenn man sich mit anderen Menschen austauscht. Die Pro und Kontra Punkte noch mal durchgeht. Die Angst vor der Entscheidung ​anspricht oder ausspricht. Denn die kennt fast jeder in irgendeiner Art und Weise.

​Ich helfe Dir gerne dabei, den ersten Schritt zu machen. Melde Dich einfach für ein kostenloses und unverbindliches ​Kennenlerngespräch an.


Mehr Zeit für mich in kleinen Schritten

​Tipps für ein wenig mehr Zeit in Deinem Alltag

1. Ein bisschen genießen

Du kennst es sicher: man hetzt von hier nach da, hat noch dies und jenes zu tun. Dort die Wäsche, da der Einkauf und hier noch was zu putzen. Mittendrin ein Kind oder zwei oder mehr, die etwas wollen. Vielleicht noch die Arbeit, die auch ihre Zeit fordert.
Aber es gibt sie, so kurze Momente, wo alles ruhig ist. Wo keiner etwas möchte, kein Termin drückt. Schaffst Du es einen davon zu erwischen ohne direkt loszusausen und die nächste Herausforderung anzunehmen? Innehalten, verstehen dass da gerade „Zeit frei“ ist, die Minute (oder zwei) annehmen als „Ruhe für mich“? Vor allem am Anfang fand ich das sehr schwer, aber es hilft mir wirklich, mir dieser kleinen Pausen bewusst zu werden und sie mir auch zu erlauben. Es gibt davon nämlich sicherlich mehrere auch in Deinem Alltag. Die Kunst ist, sie auch zu erkennen.

2. Ein Nein darf sein

Hast Du Schwierigkeiten Anfragen abzulehnen, die Dir zu viel sind? Was hindert Dich daran Nein zu sagen? Sind es Bedenken, der/die Andere könne dann sauer werden?

Ich bin bzw. war immer leicht geneigt "ja, klar, mache ich" zu sagen, selbst wenn es bei mir selbst zeitlich schon eng ist, also wenn es sinnvoller wäre, auch mal Nein zu sagen. "Ich schaffe das schon" und "man traut mir das zu" sind so Gedanken, die ich dann habe.​ Geht Dir das auch so? Ist Dir bewusst, dass da jemand seine Zeit gegen Deine Zeit tauschen möchte?

Versuche bewusst einmal Nein zu sagen, wenn einer Bitte zu entsprechen für Dich deutlich eine Zumutung wäre oder Du wirklich keine Zeit hast. Am Anfang fühlt es sich komisch an, aber es wird einfacher.

3. Nur 20 Atemzüge

Zeit zum Atmen: 20 Atemzüge lassen sich bestimmt einbauen, oder? Ohne Balkon oder Terrasse tut es auch ein offenes Fenster. Die frische Luft tut (mir zumindest) gut wenn es stressig ist. 20 Atemzüge sind nicht so lang, dass man wirklich etwas verpasst, aber auch lang genug, dass sie eine merkliche Zeit benötigen. Die Übung lässt sich gut mit Punkt 1 verbinden. Vielleicht bringt das Atmen nicht mehr Zeit, aber die Zeit wird bewusst genutzt. ​Außerdem hilft Sauerstoff dem (müden) Gehirn.

4. Eine Pause einplanen

Pause. Zeit zum Erholen. Zeit für mich.

​Eine Pause steht jedem Arbeitnehmer zu. ​Sie wird daheim aber nur zu gern vergessen. Ich gestehe, ich ​war auch so jemand. Es ist soo viel zu tun, da kann ich doch nicht... ich musste ziemlich auf die Nase fallen um zu merken, dass ich mir Pausen gönnen darf. Jetzt plane ich sie mir aktiv in meinen Tag ein. Manchmal kleine Pausen, manchmal größere. Manchmal Kaffeepause, manchmal tatsächlich ein Schläfchen. Schwierig war die Schwelle, mir diese Pausen zu erlauben. ​In unserer Leistungsgesellschaft wird nämlich gern der Eindruck vermittelt, dass es nur um das Schaffen geht. Und dabei vergessen, dass man Pausen braucht um produktiv sein zu können.

5. Nur 5 Minuten

„Mach doch Sport.“ - „Kino.“ - „Oder Shopping.“ - „Triff dich mit ner Freundin.“

Die Ratschläge kenne ich gut. Und auch, wie sehr sich jeder nach „zu viel“ anfühlte, irgendwie nicht passend für mich. Ich wollte doch auch nur etwas Zeit für mich und nicht gleich Programm und schon gar nicht irgendwas Zeitaufwendiges, zu dem ich am Ende noch mindestens jeweils eine halbe Stunde für An- und Abfahrt rechnen musste.

Warum also nicht klein anfangen? 5 Minuten nur. Aber wirklich für mich. In der Zeit kann ich eine Runde um den Block gehen oder eine Tasse Tee oder Kaffee trinken, kurz duschen (selbst das kann unglaublich erfrischen) oder mich eincremen. Was auch immer Dir einfällt für Deine 5 Minuten. Deine Zeit. Die kannst Du verbringen wie Du es gerade brauchst.

Und wenn Du Dir denkst "naja, das ist aber nicht viel": in einer Woche sind das schon 35 Minuten, wenn Du es jeden Tag schaffst. Und es muss ja nicht bei 5 Minuten bleiben, wenn Du das anders willst, mehr Zeit kannst Du Dir immer einplanen.

Du weißt nicht, was Du in 5 Minuten tun sollst? Dann habe ich eine Mailserie mit Geschichten und Achtsamkeitsübungen für Dich. Schau mal hier.

6. Ein kurzer Aufschub

Die Waschmaschine ist fertig. Oder der Trockner. Oder die Spülmaschine piept. Und das Smartphone meldet 2456 neue Nachrichten (die meisten Spam).
Muss ich jetzt sofort springen oder gönne ich mir einfach noch in Ruhe einen Schluck Tee oder Kaffee oder die Seite im Buch doch fertig zu lesen​? Kann ich eben die eine Masche noch stricken oder den Gedanken noch fertig zu Papier bringen?
Versuch es mal. Nimm Dir mehr Zeit für das, was Du gerade tust.


​Picturecredit: Vektor von Lunter at Depositphotos

Was sich 2020 in meinem Business verändert

Neues Jahr, neue Ideen. Einiges wird sich ändern, zumal das letzte Jahr das erste meines Business‘ war​. ​Um genau zu sein nicht einmal das ganze Jahr. Es gibt also viel zu tun. Sehr viel. Beginnen wir mit dem langwierigsten Thema für mich, dem

​Relaunch meiner Website

Das aktuelle Design ist einem kurzfristigen Entschluss und einer genauso kurzfristigen Umsetzung im Alleingang zu verdanken. Ja, ich habe html-Kenntnisse aber nein, die helfen nicht beim Thema Design. Da kommt jetzt professionelle Hilfe dazu und dann wird die Seite nicht nur endlich komplett auf den richtigen Domainnamen umgezogen, sondern auch noch hübscher, lesbarer und mit Logo versehen. Der Umzug gegen Ende März wird dann ausreichend viel Zeit lassen, damit es weitergehen kann mit dem neuen

​Workshop​

Letztes Jahr machte sich eine kleine Gruppe Teilnehmerinnen auf den Weg „Raus aus dem Tief“ (so der Name des Mini-Workshops). Gedacht als Test, sowohl für Technik als auch Konzept, machte es mir sehr viel Freude, auch wenn es technisch mehr hakte als mir lieb war. Aber was wäre ein Ideenbrunnen, wenn er nicht kreativ wäre? Die Klippen konnten umschifft werden und ich bin um einige Erfahrungen ​(Mailanbieter, Domain-Hosting…) reicher. ​Der neue Workshop wird länger und ausgefeilter werden und einen anderen Titel haben. Welcher ist noch geheim. Der genaue Zeitpunkt liegt auch noch nicht fest, außer dass es im Sommer sein wird. Aber keine Bange, für Freizeit, Eis und Sonnenschein wird für die Teilnehmer trotz allem Zeit sein.

Für diejenigen, die beim Beta-Kurs nicht dabei sein konnten, gibt es den Workshop jetzt zum Kauf als Workbook/EBook für Selbstlerner, Mail genügt.

​Online-Kurs

​Da ist etwas in Arbeit, allerdings erst für Ende des Jahres geplant. Es wird um das Erkennen und Überwinden eigener Glaubenssätze gehen und die Option geben, dass der Kurs von mir begleitet wird.

Erste Steuererklärung​ für das Business

Kaum zu glauben, aber es gibt Tools, die es ermöglichen, die ganzen Buchungsdinge so zu erleichtern, dass es fast schon Spaß macht. Mit grafischer Aufbereitung, Automatisierung, Verknüpfung usw. Nach dem ersten Erschrecken darüber was so alles zu beachten ist (ich bin ja nicht vom Fach), große Erleichterung, dass das Tool mir da einiges abnimmt und sogar noch eine Verknüpfung zu meinem Steuerberater anbietet.

Dieses Jahr also zum ersten Mal eine Steuererklärung für das Business. Ich bin schon sehr gespannt!

Meine Top3 – Bücher mit Erkenntnissen des letzten Jahres

(Werbung, unbezahlt, freiwillig)

​Bronnie Ware – 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen

Die Autorin hat mehrere Jahre Sterbende in ihren letzten Tagen und Monate begleitet und ihnen zugehört. Es sind spannende Lebensgeschichten, eine interessante Autorin, die auch noch ihre ganz eigenen Probleme mitbringt – und bearbeitet.

Es ist gewiss nicht überraschend, dass unter den 5 im Titel erwähnten Dingen „versäumt Geld und Macht anzuhäufen“ nicht auftauchen. Für mich war es aber erstaunlich, wie sehr doch am Ende das Menschliche zählt: Genug Zeit mit Familie und Freunden. Wie versöhnlich oft das Ende war – nicht selten durch die Hilfe einer empathischen außenstehenden Person.

Interessant auch, wie die Autorin mit den ihr eigenen Problemen umgeht und auch der Rat, den sie erhält: auch wenn sie den Menschen wohlgesonnen sei und ihnen (allen) verzeihen wolle, müsse sie sich nicht unfair behandeln lassen.

Das Buch brachte mich in jedem Fall dazu, inne zu halten und zu überlegen, ob ich denn den Menschen, die mir etwas bedeuten, das auch zeige. Oder ob ich da mehr zeigen möchte. Vielleicht hilft es auch nachzufragen ob es „ankommt“, das ist ja auch oft ein Punkt, an dem es Missverständnisse gibt.

Und mich auch zu fragen, ob ich Chancen ungenutzt habe verstreichen lassen, die mir wichtig waren. Ob es Dinge gibt, die mir so wichtig sind, dass ich sie in jedem Falle in meinem Leben umsetzen möchte. Kurz: ich schreibe gerade an meiner persönlichen Bucket List

Matthias Lohre – Das Erbe der Kriegsenkel: Was das Schweigen der Eltern mit uns macht

Auf den Spuren der Familiengeschichte des Autors.

Gekauft habe ich das Buch aufgrund der aktuellen politischen Situation, wenn ich ehrlich bin. Und aus Neugier, denn ich habe auch Großeltern, die im Krieg zum Teil noch Kinder waren. Andere waren da schon erwachsen. Das Buch hat in mir den Wunsch geweckt, mehr über die Geschichte meiner Großeltern zu erfahren, zumal ich bemerkt habe, dass das Thema bei meiner Großmutter, einem Kriegskind, jetzt vermehrt in Erinnerungen aufkommt – die alles andere als gut sind. Es hilft ihr aber auch, darüber reden zu können. Ein paar Erinnerungen habe ich bereits gehört, einige davon auch schon aufschreiben können. Es werden mehr und es ist erschreckend.

Ich wünschte, die Leute, die so vehement gegen Flüchtlinge hetzen, würden sich diese Erinnerungen einmal anhören und verstehen, nachfühlen, wie das ist. Vielleicht würden sie dann anders denken. Aber wenn der Wille da wäre, hätten sie es wohl schon getan.

Maria Sanchez – Die revolutionäre Kraft des Fühlens

Zunächst dachte ich es wäre nur eine Art Erweiterung zum Thema Arbeit mit dem Inneren Kind *) Tatsächlich arbeitet das Buch mit den Bildern des inneren Kindes, geht aber einen Schritt weiter: es gibt in jedem von uns eine Urwunde, die so tief liegt, dass wir gar nicht merken, dass die Änderungen, um die wir uns bemühen, meist nur an der Oberfläche erfolgen. Es sind unsere Gefühle, die uns die Spur weisen, aber innere Mechanismen, die uns gerade davon abhalten wollen, zu tief dort hin zu gehen, aus Furcht vor dem Schmerz. Anzeichen davon sind das eine „Laster“, das man einfach nicht los wird, obwohl man doch bei einem anderen so erfolgreich war (da schafft man das Rauchen aufzugeben, aber nicht die Schokolade).

Es geht hier nicht um Selbstoptimierung, sondern um Annehmen dessen, was ist: da ist Schmerz, das tut weh, aber es darf sein. Und dieses Annehmen hilft dabei, den Schmerz loslassen zu können.

Am interessantesten fand ich die Theorie dahinter, dass jegliche Arbeit an uns selbst uns ändern/verbessern zu wollen nur oberflächlich funktioniert, also nur wenn die Urwunde nicht Ursache des zu beseitigenden „Problems“ ist. Erst wenn ich lerne anzunehmen ohne ändern zu wollen, kann echte Heilung stattfinden.

Ich finde diesen Ansatz so unglaublich liebevoll mir selbst gegenüber: annehmen wie ich nun mal bin, mit allen Fehlern (und Wunden).

Problemgebirge und Täler der sinkenden Zuversicht

Wie sieht so ein Problemgebirge aus?

Das ist tatsächlich sehr verschieden, die einzelnen Berge sind allerdings doch irgendwie ähnlich: Kinder(betreuung), Job, Partnerschaft, Familie, Freizeit & Hobby, Finanzen, Gesundheit. Alles hängt irgendwie zusammen, gerät eins aus der Balance, fühlen wir uns nicht mehr so gut, es bleibt aber meist noch machbar.

Gemein wird es, wenn sich mehrere Probleme zur selben Zeit auftun und wenn sie dann auch noch miteinander zusammenhängen. Zum Beispiel wird es schwierig, wenn es finanziell eh schon eng ist, die Betreuung der Kinder nicht mehr gesichert ist und man eigentlich, um das abzufangen, den Job aufgeben müsste. Klingt das bekannt?

​​Mein Hintergrund dabei​

Anfang des Jahres steckte ich in einem ziemlichen Tief. Probleme türmten sich rechts und links und rundherum um mich auf. Außerdem war jedes irgendwie miteinander verknüpft, keines so richtig einzeln anzupacken. Ich wusste wirklich nicht mehr was ich noch tun konnte eh der Berg zusammenstürzen würde. Da war klar: ich benötige Hilfe von außen, jemanden, der auf meine Situation von außen gucken kann und mir Hinweise geben kann wo vielleicht doch was geht.​

​Tatsächlich habe ich an einem Rad gedreht mit einem Mut, den ich ohne die Hilfe nicht gehabt hätte. Damit löste sich gleich ein zweites Thema weit genug, um handelbar zu werden. Aus dieser Entspannung heraus war ich dann wieder selber handlungsfähig. Und deutlich mutiger als zuvor.

​Dieser Mut, zusammen mit der Entspannung der Situation, war es dann auch, der mir ganz neue Wege eröffnete. Diesen Blog zu beginnen ist einer dieser neuen Wege. Ich kenne meine Stärken nun viel besser. Ich weiß auch wann ich selber Hilfe von außen brauche und kann diese auch annehmen.

Eine meiner Stärken ist es, dass ich die Problemgebirge, in denen sich andere Menschen befinden, ziemlich gut erfassen kann.  Ich weiß, wie sich das anfühlt - aber auch dass es möglich ist dort wieder heraus zu kommen. Ich reiche gerne die Hand, damit andere aus ihrem Tief herauskommen.​

Wie geht gute Förderung?

Vorweg: ich beziehe mich hier rein auf freiwillige Förderung durch Eltern, Erzieher und andere.

Viele Einrichtungen werben mit ihrer Förderung für Kinder, teilweise schon für die ganz Kleinen. Als Eltern ist man oft geneigt, auf diesen Zug aufzuspringen um dem Nachwuchs die besten Chancen gleich von Anfang an zu ermöglichen. Fördern ist doch etwas Gutes, das kann ja nur helfen, später, im Wettbewerb. Oder?

Entsprechend sehen die Angebote dann aus: Musikschule für Krabbelkinder, Englisch für Kindergartenkinder, Vorschulprogramme die eigentlich schon das erste halbe Schuljahr abdecken…

Aber: wem hilft das? Den Kindern, die sich vielleicht gerade gar nicht für die Angebote interessieren? Oder eher den Eltern, die eine diffuse Angst vor der Zukunft umtreibt?

An sich ist jedes Kind von sich aus auf lernen programmiert. Es braucht „nur“ die richtigen Anreize und die zur richtigen Zeit. Nämlich dann, wenn es sich für ein Thema interessiert. Will ein Kind Lesen lernen, dann wird es das tun (außer ich versuche es aktiv daran zu hindern). Eine Fremdsprache erlernt es auch, wenn es das möchte, und das viel leichter als wenn es von außen vorgegeben wird.

Wie geht also gute Förderung, wenn die Kinder „gar nicht wollen“? Nach Zeit- und Lehrplan eher nicht. Wohl aber, indem man jedes Kind individuell beobachtet und den Neigungen entsprechend Dinge anbietet. Es interessiert sich für Buchstaben? Es gibt Dutzende spannende Dinge, die man daraus machen kann. Es backt gern? Super, da lernt es gleich auch noch Mengen und Gewichte.

Sich zurückzuhalten und nach dem Kind zu richten hilft auch hier. Abwarten, beobachten, Angebote machen und ansonsten Vertrauen ins Kind haben.

Schulwahl – welche Schule für mein Kind

Ich muss zugeben, von dem Thema Schule sind wir noch ein Stück entfernt mit einem Kann-Kind, das erst kommendes Jahr 6 wird. Trotzdem habe ich mich schon einmal mit dem Thema beschäftigt, da mir recht klar ist, dass unsere hiesige Regelschule vermutlich nicht der Weg der Wahl ist.

Den Anstoß dazu hat mir mein Sohn selbst gegeben. Er lernt das, was ihn interessiert – und verweigert so ziemlich alles an Anforderungen für Aktivitäten, die er nicht mag. Er hasst es korrigiert zu werden. Er lernt nicht durch probieren, sondern durch lange zugucken, bis er es zum ersten Mal selber versucht. Dann klappt es auch meist sofort. Er weiß ziemlich genau wo seine (motorischen) Grenzen sind und kann recht gut einschätzen ob das, was er machen will, ihm schon möglich ist. Ist es das nicht, fängt er auch nicht an. Oder er ist schnell frustriert, wenn es eben nicht sofort klappt.

Dass er aber lernen will und sich interessiert, das ist sehr gut zu merken. Er stellt viele Fragen und merkt sich die Antworten auch sofort. Er beobachtet genau und erkennt viele Details. Eine Zeit lang waren Buchstaben interessant und Zahlen, dann Bäume und Automarken, dann “was alles schwimmt und was nicht” (die Forschungen sind noch nicht abgeschlossen ? ). Allerdings lernt er das nicht nach Stundenplan, sondern so zwischendurch wie es ihn gerade interessiert. Und ich bin mir bei ihm sehr sicher, dass er unter äußerem Zwang ganz schnell gar nicht mehr lernen mag, zumal er Dinge recht flott begreift und sehr schnell gelangweilt ist bei Wiederholungen.

So, aber was tun, wenn die Regelschule viele Wiederholungen vorsieht, der Kindergarten schon vorbereiten will mit “Stillsitzen üben”? Das war der Punkt, an dem ich mich mit anderen Schulformen auseinander gesetzt habe und damit, wie Lernen überhaupt “funktioniert”. Aus meiner Schulzeit weiß ich noch, wie viel vom Lehrer abhängt: ist er begeistert dabei, kann er auch bei so trockenen Themen wie Politik die Schüler mitreißen. Stimmt die Chemie nicht, wird es schwieriger. Aber das allein macht den Lern-Erfolg nicht aus. Lernen geschieht aus dem Inneren heraus: interessiert mich etwas, bin ich motiviert, mehr darüber zu erfahren. Man sehe sich nur mal das Wissen an, was viele Kinder im Vorschulalter über Dinosaurier (oder Pokemon, oder Feen, oder ähnliches) anhäufen. Der Wille zu lernen ist also da, bei allen Kindern. Nur ist weder das Wissen über Dinosaurier (außer in Geschichte und evtl Biologie), Pokemon oder Feen besonders “schultauglich” – aus Sicht der Regelschule.

Es gibt aber Schulen, an denen weniger Wert auf Stundenpläne, bestimmte Inhalte zu bestimmten Zeiten und Notenvergabe gelegt wird. Wo das Vertrauen in den Lernwillen der Schüler extrem hoch ist und die Bewertungsfreude extrem niedrig. Die bekanntesten Schulformen sind wohl Montessori und Waldorf, wobei auch dort eine Menge von der Umsetzung des Konzeptes abhängt. Seit neuestem kommen noch verschiedene freie und demokratische Schulen dazu. Auch dort hängt es, wie immer, von Konzept und Lehrpersonen ab.

Man kommt also keinesfalls darum herum, sich genauer anzuschauen was sich hinter dem Konzept verbirgt. Zumindest hier in der Gegend wird ein Tag der Offenen Tür angeboten und ein Informationsabend (letzterer auch an den Regelschulen). Es lohnt sich, dort hinzugehen, ganz besonders wenn man noch nicht sicher ist welche Schule es werden soll. Nehmt Euch Zeit. Fragt Eltern, die dort schon Kinder haben, wenn möglich.

Wer sagt denn, dass Hochbegabte in der Schule besser sind?

…oder anders, dass sie keine Probleme in der Schule haben (dürfen)?

Erstmal heißt “Hochbegabung” ja lediglich, dass der IQ einen bestimmten Wert übersteigt. es wird nichts darüber gesagt, wie das Kind lernt (obwohl manche Tests das mit abdecken), es sagt nichts darüber aus ob das Kind vielleicht Probleme daheim hat oder ob es die Lehrperson leiden kann (oder umgekehrt).

Dann  höre ich oft von “Fördermaßnahmen für Hochbegabte” – und fast genauso oft Bedingungen die daran geknüpft sind: “erst den normalen Stoff, dann gibt es Zusatzaufgaben” oder “erst wenn Du Dich gut/angemessen verhältst”. Manchmal fallen auch Aussagen wie “der/die kann nicht hochbegabt sein, der/die kann ja nicht mal xy”.

Nun ist es aber so, dass Hochbegabte sich in der Schule nicht selten massivst langweilen. Und aus dieser Langeweile resultieren verschiedenste Verhaltensweisen, je nach Charakter, aber selten in die Richtung “ich lerne jetzt das was mir da vorne befohlen wird”. Häufiger findet man “Klassenclown” oder “Träumer” oder “Verweigerer”. Wenn man nun keine Lehrkraft hat, der sich diese Kinder anvertrauen können oder gar nur welche, die Hochbegabung mit Hochleistung (im schulischen Sinne) gleichsetzen, wird es schwierig für die Kinder. Sie werden nicht gesehen, die Probleme treten in den Vordergrund, oft wird der Verdacht “ADHS” geäußert – es kommt sogar vor, dass ein entsprechend hoch ausgefallener IQ-Test angezweifelt wird.

Da ist es schwer, als Eltern und vor allem als Kind nicht an sich zu zweifeln. Viel eher ist doch aber ein System anzuzweifeln, das sich Bildung auf die Fahnen schreibt, jedoch an “nicht-normgerechten” Schülern verzweifelt. Ein System, das den Blick auf die Fehler und Defizite richtet statt auf den Menschen dahinter.