Lass deine Träume wahr werden

Mein Ziel für 2022 ist eindeutig: lass deine Träume wahr werden!

Das muss nicht (alles) in diesem Jahr passieren, dafür ist es wahrscheinlich zu kurz. Aber Fundamente setzen, Dinge in Gang bringen, Zwischenziele erreichen. Und eben auch Träume direkt für dieses Jahr erreichen.


Das sind meine Träume/Wünsche für 2022

Nachdem das mit dem Vorausblick auf 2021 irgendwie nicht so geklappt hat, bin ich was "die Gesellschaft" angeht ein bisschen ernüchtert, da braucht es wohl mehr als eine globale Pandemie, die mehr als ein Jahr existiert, um wirklich was zum Positiven zu ändern. Aber gut, es sind ja meine Wünsche und Träume und die betreffen in erster Linie mich und meine Familie. Also nichts mit Gesellschaft und schon gleich dreimal nicht "schon" in diesem Jahr.

Ich will (und werde) dieses Jahr:

  • ein solides Fundament für meine Selbständigkeit gießen
  • einmal groß feiern
  • Freunde besuchen
  • live und vor Ort einen Workshop halten
Träume Wünsche Ziele 2022

Meine Träume & Wünsche für die nächsten Jahre

Man überschätzt leicht was man in einem Jahr schaffen kann, unterschätzt aber genauso leicht, was in 3/5/10 Jahren möglich ist. Ich mag es noch nicht genau auf die Jahre aufteilen, aber ich habe so einige Träume und Wünsche für die nächsten Jahre. Diese finden sich auch auf meiner Löffelliste und unterscheiden sich (natürlich) nicht groß von dieser:

  • eine Freie Schule mitgründen
  • einen Co-Working Space vor Ort inkl Kinderbetreuung (mit)gestalten und benutzen
  • eine mehrwöchige Auslandsreise mit den Kindern machen
  • in einem Haus mit Gästewohnung oder Gästehäuschen wohnen, inkl großem Garten
  • Freunde aus aller Welt einladen
  • einen Urlaub an der See machen
  • ein Baumhaus bauen
  • wieder mit dem Reiten anfangen, am liebsten mit den Kindern
  • auf einer Burg wohnen
  • ein live Rollenspiel Event ausrichten
  • einen echten live Mittelaltermarkt veranstalten (den Mittelaltermarkt-online gibt es ja schon)
  • in den USA an einer Rollenspielrunde teilnehmen


Das Motto des Jahres darf an dieser Stelle dann auch nicht fehlen. Stand letztes Jahr noch unter wem Motto "Neubeginn", so steht 2022 definitiv unter dem Motto "Lift-Off"!

Tolkiens 130. Geburtstag

Der 130. Geburtstag von J.R.R. Tolkien ist ein guter Zeitpunkt, mich mit seinem Einfluss auf mich - und damit auch mein Business - zu beschäftigen. Natürlich geht es nicht um ihn als Person, sondern um seine Werke, speziell "Der Kleine Hobbit" und, natürlich, "Der Herr der Ringe".


Mit dem Rollenspiel hatte ich deutlich eher Kontakt als mit dem "Hobbit" oder dem "Herrn der Ringe", der Einstieg ins Rollenspiel war also ein anderer für mich. Die Geschichten hingegen, das schiere Ausmaß der Ereignisse für anfangs noch deutlich normale Charaktere, hat mich wirklich fasziniert. Und das ist auch das, was ich im Rollenspiel so großartig finde. Man spielt nicht einfach direkt eine:n Held:in, sondern erstmal eine mehr oder weniger normale Person, die in Ereignisse hereingezogen wird und dann über sich selbst hinaus wächst - wachsen muss - um zu bestehen. Ganz ähnlich wie Bilbo Beutlin, der eigentlich nur mit überbordender Neugier gesegnet ist. Und dann einen ausgewachsenen Drachen austricksen muss.

Drache

Picturecredit: fotokostic @depositphotos

Für mich als Leser, der tief in die Geschichten eintaucht, ziemlicher Nervenkitzel. Fast als wäre ich selbst vor Ort, wenn auch mit dem Wissen im Hinterkopf, dass ja nichts passieren kann. Trotzdem gelingt es mir in gut geschriebene Geschichten so einzutauchen, dass ich teilweise mitfühlen kann, wie es den Protagonisten geht.

Dazu die Dynamik innerhalb der (jeweiligen) Gemeinschaft. Freundschaften werden aufgebaut, es gibt Konflikte, sogar Verräter in den eigenen Reihen. Grundsätzlich ist der große Konflikt sehr schwarz-weiß, die Feinde und Freunde sehr klar definiert. Trotzdem gibt es auch einzelne graue Charaktere, was es für mich realer macht.

Bei den Werken von Tolkien kommt noch dazu, dass die Völker zum Teil ganz unterschiedliche Sprachen sprechen. Die auch noch in sich Sinn machen. Ganz so viel Gedanken wie J.R.R. Tolkien steckt in meinem Versuch eine eigene Sprache zu entwickeln nicht, aber den Gedanken dahinter und die Freude daran kann ich wirklich nachvollziehen.

Was ich für mich aus den Werken Tolkien mitgenommen habe

Ein Blick auf den großen Konflikt als Antreiber hinter allem. Genauso wie ein Blick auf die Gemeinschaft der "Helden", die sich nicht immer einig sein müssen, aber trotzdem an einem Strang ziehen. Das Gefühl, als Team einen Einfluss auf die Welt zu haben - im Idealfall einen sehr großen, der etwas Schlimmes verhindert. Ob das am Ende die ganze Welt erfährt oer das etwas ist, von dem nur Eingeweihte wissen, das hängt wiederum sehr am jeweiligen Setting.

Jahresrückblick 2021

Mein Jahresrückblick 2021

Neuer Job

Raus aus der Kurzarbeit, rein in die Teilzeitstelle. Nach einem Jahr mit Corona und daheim eine ganz eigene Herausforderung. Zumal weiterhin Homeoffice angesagt war (und ist). Eine Einarbeitung unter diesen Umständen ist tatsächlich schwieriger als live vor Ort, aber durchaus möglich. Und mit den Kolleginnen macht auch online eine Kaffeepause Spaß. Ein Unterschied ist es dennoch. Bleibt man nicht dauernd am Ball (den Mails, in diesem Fall) läuft man viel stärker Gefahr etwas zu verpassen, was im Büro sonst einfach auf Zuruf passiert.

Homeoffice Jahresrückblick

Nichtsdestotrotz mag ich Homeoffice, weil die lange Fahrt schlicht wegfällt. Außerdem sitze ich den Tag über sowieso am Rechner, ob im offiziellen Büro oder im Büro daheim. Aber allein der Wegfall der Fahrt bringt mir deutlich mehr Optionen, ermöglicht mehr Freizeit am Ende.


MggB Mentorin

Eine weitere berufliche Änderung in diesem Jahr war die Frage von Lena, ob ich nicht zukünftig als Mentorin in ihrem MggB Programm arbeiten wolle. Die Antwort darauf war ganz klar ein Ja! Es gibt so viele tolle Frauen dort und der Schritt dazu ganz offiziell zu unterstützen war ein eher kleiner. Den ein oder anderen Impuls gab es dort schon immer mal wieder. Seit Mitte diesen Jahres dann eben in offiziell.

Und es bereitet wirklich Freude Teil dieses Teams zu sein. Die Wertschätzung der einzelnen Personen und ihrer Fähigkeiten habe ich in der Form bisher echt selten erlebt.


40. Geburtstag

Mitten in einer Pandemie den 40. Geburtstag zu feiern ist irgendwie uncool. Besonders wenn der eigentliche Plan war diesen Geburtstag ganz groß zu feiern mit allen Bekannten und Freunden und Familie. Virtuell wäre das zwar auch gegangen, es fühlte sich aber nicht richtig an.

Dieses Jahr wurde die Feier dann eine Reise zu einer Freundin und eine Feier in kleinem Kreise mit einigen Freunden via Zoom. Mit all denjenigen, die mir in diesem Jahr in vielerlei Hinsicht sehr geholfen haben. Weshalb sich die Einladung denn auch auf 3 Länder erstreckte und das Gespräch auf Englisch erfolgte. Natürlich ging es, wie sollte es anders sein, sehr viel um's Rollenspiel (ich kenne einfach zu viele Gamer). Die "weißt du noch" sind bei uns Gamern halt etwas andere als bei anderen:

Jahresrückblick LARP

Das war ca 2004 auf dem Conquest of Mythodea bei Hannover.

So entspannt es auch ist einfach am Ende den Rechner auszuschalten und ins Bett zu fallen, so sehr vermisse ich mittlerweile auch den echten Kontakt. Es gibt eh schon nur selten die Möglichkeit viele meiner Freunde und Bekannten "live" zu sehen. Aber dann wird die Party "in echt" eben bei Gelegenheit nachgeholt. Ich glaube zwar nicht, dass das schon 2022 sein wird, aber wer weiß. Ansonsten eben 2023... Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.


MggB Wochenende

Eines meiner Highlights 2019, das 2020 auch bereits nur virtuell stattfinden konnte, war das Wochenende der Frauen aus der Gruppe von Lena Buschs Programm Mama goes and grows Business. Ein Haufen Powerfrauen mit vielen Ideen, die nur leider über ganz Deutschland (und darüber hinaus) verstreut leben. Da uns C auch dieses Jahr wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, fand das Wochenende auch wieder virtuell statt. Trotzdem gab es hier und da kleine Gruppen, die sich persönlich getroffen haben um dann gemeinsam an dem Wochenende teilzunehmen.

MggB Wochenende 2021

Wie immer gab es eine Menge zu lernen, eine Menge zu lachen, eine Menge zu tun. Und für mich als Novum: in diesem Rahmen selber einen Workshop zu halten. Rollenspiel mit 6 Spieler:innen und knapp 45 Zuschauer:innen. Ich muss gestehen, ich war etwas nervös. Würde der Funke überspringen? Oder würden sich alle langweilen?

Tatsächlich hatte ich dann sehr sehr wenig aktiv zu tun, weil die Spieler:innen dermaßen in ihren Rollen aufgingen, dass nur hier und da ein wenig an "Regieanweisung" erforderlich war. Es wurden Tränen gelacht, egal ob auf oder vor der "Bühne". Und ganz nebenbei, spielerisch sozusagen und erst im Nachhinein bemerkt, gab es auch Erkenntnisse zum Kern des Workshops: der eigenen Wunschkundin.


Arbeitskreis Luana Augsburg

Zwei Tätigkeiten sollten eigentlich genug sein, sollte man denken. Aber es gibt hier in Augsburg diese Schulinitiative für eine Freie Demokratische Schule. Da mich das Thema alternative Schulformen schon länger interessiert und ich auch Kontakte zu der Initiative in München habe, habe ich dort einfach mal nachgefragt. Mit dem Resultat, dass ich dort jetzt, wenn auch auf sehr kleiner Flamme, ebenfalls aktiv bin.


Wort des Tages Kalender

Definitiv eines der spannendsten Projekte diesen Jahres war die Zusammenarbeit mit Judith @Sympatexter für ihren 365 Tage Wort des Tages Abreißkalender. Judith ist für ihre Wortspiele bekannt und erfindet täglich neue. Da lag eine Sammlung an diesen Worten nahe. Was als Aprilscherz begann wurde dieses Jahr zur Wirklichkeit. Und es gab jede Menge zu lernen. Ich habe da nämlich nahezu bei Null begonnen was so ein Projekt angeht. Klar war eigentlich am Anfang nur, dass das schon klappen würde.

Es ist gar nicht so einfach, eine passende Druckerei zu finden, wenn man noch gar nicht in der Branche unterwegs ist. Dann lernte ich plötzlich dass der Papierpreis nicht so konstant ist wie man als Normalverbraucher denkt. Für mich war auch das Thema Layout spannend bzw welch unterschiedliche Anforderungen die Druckereien da zum Teil haben bzgl. Format oder zu nutzendem Programm. Außerdem gibt es den "Standard-Abreißkalender" nicht, es gibt zwar ein paar häufig verwendete Größen, aber natürlich keinen Standard. Das wäre ja sonst auch langweilig, oder? 


Und my very own project: Workbook zum Rollenspiel im Alltag

Es ist jetzt endlich, ganz kurz vor Veröffentlichung des Rückblogs, fertig geworden und verfügbar. Das eBook mit Multiple-Choice-Geschichte zu Stress im Alltag und was ein Wechsel der Perspektive ausmachen kann. Dieses Ding zu schreiben war etwas anders. "Normale" Geschichten kann ja jeder, aber eine wo die Leserin selber Entscheidungen treffen und damit den Kurs der Geschichte beeinflussen kann? Um mich dabei nicht zu verzetteln (Achtung, Wortspiel) habe ich mir das ganze Ding ausgedruckt und in Einzelteilen auf dem Boden ausgebreitet, um zu sehen wo noch Lücken sind oder eventuell Verknüpfungen fehlen.

Workbook Rückblick

Am Ende sind es über 20 Seiten reine Geschichte geworden und ich habe mit diesem Ding noch einiges mehr vor. Dann werden die Charaktere personalisierbar und es werden sicherlich noch 1-2 weitere Stränge der Geschichte ergänzt. Dafür gibt es jetzt schon das Stress-O-Meter dazu. Schließlich will ich als Leserin ja wissen, wie sehr mich die Geschichte stresst, je nachdem wie ich auf die Situationen gucke. Oder?


Mein 2021 in Zahlen

  • Instagram-Follower: 370
  • Facebook-Fans: 220
  • veröffentlichte Blogartikel: 19
  • abgeschlossene Projekte: 5
  • mit dem Rad gefahrene Kilometer: 800



12 von 12 im Dezember 21

12 von 12 Arbeiten Kaffee

Am Morgen erstmal einen Kaffee und die ersten Dinge abarbeiten.

12 von 12 Kuchen backen

Geburtstagskuchen: Work in Progress

3. Advent Adventskranz

und der 3. Advent ist ja auch noch!

Kuchen im Ofen

Fast fertig...

Wäsche

Aber es geht doch nichts über die üblichen Hausarbeiten. Auch bei Eis und Schnee.

Film gucken Movie

Zur Entspannugn dann ein Film. "The Greatest Showman" ist echt zu empfehlen!

Geburtstag Kuchen

Now! Genau so war der Kuchen gewünscht.

Geburtstag Geschenke

Schnell noch ein paar Dinge einwickeln...

Work Workbook Cover

... und am aktuellen Workbook weiterarbeiten.

Geschenke auspacken

nach dem Auspacken...

Geburtstagskuchen

und zum Schluss den Kuchen verspeisen.

Spielerisches Lernen für Erwachsene

3 Konkrete Ideen

Wo würdest Du Dir gerne Hilfestellung wünschen?
Könntest Du Dir vorstellen, dass eine solche Hilfe in Form einer (interaktiven) Geschichte und mit Humor kommt? Hier sind drei konkrete Ideen für Momente, wo das spielerische Lernen Dir helfen kann.


1. Terminstress am Morgen

Einmal einen stressigen Morgen erleben, aber selber nicht direkt betroffen sein. Zeit haben sich Lösungen zu überlegen und diese ausprobieren ohne "echte" Konsequenzen. Und wenn ein Ausgang oder eine Lösung nicht gefällt: macht nichts, versuchen wir eine andere. Ich beschreibe Dir gerne eine Szene (d)eines stressigen Morgens, in der Du Dich dann zurechtfinden darfst. Lachen und Spaß inklusive.


2. Nein sagen üben

"Klar helfe ich Dir eben" klingt bekannt? Ist aber nicht mehr Dein Ziel? Du weißt aber nicht genau wie das mit dem Nein-Sagen wertschätzend gehen kann? Oder hast Bedenken dass es negativ aufgefasst wird, wenn Du mal keine Zeit hast? Vielleicht ist es auch dieser Knoten im Bauch, der immer so unangenehm ist.

Ich biete einen Übungsraum genau dafür, spiele Kolleg*Innen und deren Reaktion auf die Ablehnung (d)einer Bitte. Alternativ wechseln wir auch die Perspektive und Du übernimmst die Rolle der fragenden Person.


3. Selbstbewusst ins Gespräch mit Fachpersonen

Fachpersonen sind auch nur Menschen. Aber flößen trotzdem einen gewissen Respekt ein. Wenn Du Dein Auftreten vor einem solchen Gespräch üben magst biete ich dafür einen geschützten Raum. Dabei spiele ich entweder Fachpersonen oder übernehme Deine Rolle, so dass Du aus der Sicht der Fachperson auf die Situation schauen kannst.

Ideen Brainstorming Rückblick


Interessiert Dich eins der Themen? Dann melde Dich gerne bei mir für ein kostenloses Infogespräch. Findest Du keine passende Zeit im Kalender? Dann schreibe mir einfach und wir finden gemeinsam etwas.

Monatsrückblick September

Willkommen im Monatsrückblick auf den September des Ideenbrunnens. Es war privat einiges los, deshalb war ich ansonsten nicht so sichtbar.

Schule

Das große Kind ist jetzt ein Schulkind. Der erste Schultag war etwas aufregend und auch schön. Die Schule hat sich wirklich Mühe gegeben trotz der Sicherheitsvorkehrungen ein kleines Event daraus zu machen. Dass die Gruppen unter diesen Umständen deutlich kleiner waren habe allerdings nicht nur ich genossen. Massenveranstaltungen sind nicht so ganz meins und das Kind findet die auch selten gut. Rund um den ersten Schultag war natürlich auch einiges zu organisieren. Wer ein Schulkind hat weiß bestimmt was das Wort "Materialliste" bedeutet, speziell wenn man nur wenige Tage Zeit hat alles auf dieser Liste zu organisieren.

Freizeit

Ich bin endlich mal wieder bei Pferden und Ponys gewesen. Die Kinder haben das "Reiten" - geführt werden - genossen. Und auch dass sie die Ponys streicheln und füttern durften. Die Besitzerin des Hofes achtet sehr auf ihre Tiere und es gibt nicht nur Pferde und Ponys dort, sondern auch Katzen, Hühner, Schafe, Kühe, Lamas, Esel und sogar Kamele. Wer mithelfen will ist dort gerne gesehen, wurde mir gesagt.

Dann habe ich erfahren, dass es im Nachbarort einen Rollenspielverein gibt. Das hätte ich nicht geahnt. Die sind doch nicht so häufig, dachte ich. Einen Rollenspielladen gibt z.B. es in der ganzen Stadt nicht. Andererseits habe ich bisher auch nicht danach gesucht. Und dann spült mir der Zufall die Information in die Hände. Jetzt darf ich nur noch Zeit finden dort auch mal hin zu gehen.

September Rückblick

Außerdem wurde eine sehr lang andauernde Rollenspiel-Kampagne nach 10 Jahren Spielzeit beendet. Das ist ein Gefühl, als wenn man das letzte Kapitel eines lieb gewonnenen Buches fertig gelesen hat und das Buch zuklappt. Wissend, dass die Fortsetzung vielleicht nicht kommen wird. Aber es war so gut, dass man es am liebsten noch mal lesen würde. Ich möchte an dieser Stelle meinen langjährigen Mitspielern und vor allem dem Spielleiter danken, die trotz aller Widrigkeiten während dieser Zeit nie aufgegeben haben, so dass die Kampagne zu einem Abschluss kommen konnte.

Business

Das kam im September ziemlich kurz. Was zum größten Teil mit der Einschulung und dem damit verbundenen Chaos zu tun hatte. Mit dem ersten Schultag ist das Chaos ja nicht vorbei, da geht es erst richtig los, bis sich ein neuer Alltag findet. Falls Ihr Euch also gewundert habt wieso es noch keinen neuen Termin für den Wunschkund*Innen Workshop gibt: das liegt an der Schule. Also, auch an der Schule.

Ideen Brainstorming Rückblick

Was es aber weiterhin gibt: Brainstorming-Sessions mit mir: in 30 Minuten ca eine Seite Mitschrift voller Ideen (für mehr Sichtbarkeit zum Beispiel) inkl. bessere Laune. Schreib mir einfach.


Warum spielerisch lernen klasse ist

Verbindest Du mit lernen monotones auswendiglernen? Wäre es nicht cool, wenn das anders ginge? Hier kommen meine Gründe, warum spielerisch lernen nicht nur klasse sondern auch möglich ist.

Spiel

Lernen ist ein Kinderspiel

Zunächst einmal gibt es wohl kaum neugierigere Wesen als Kinder (kleine Katzen eventuell ausgenommen 😉 ). Alles muss angefasst, fallengelassen, geworfen oder ausprobiert werden. Dabei wundern wir Erwachsenen uns nicht selten darüber auf wie viele Arten ein Ding genutzt werden kann. Bestes Beispiel ist vielleicht der Stock: Rührlöffel, Szepter, Pistole, Schwert, Wanderstab, Pferd, Sprunghilfe und noch vieles mehr kann so ein Stock werden. Da sieht so ein Erwachsener mit seinem "naja, ist halt ein Stock" schon ein bisschen armselig gegen aus, oder? Spiel ist Kreativität. Ausprobieren. Fehler machen. Daraus lernen.

Moment, habe ich gerade Fehler gesagt? Klar! Wie oft fällt so ein Kleinkind denn hin bis es stehen oder sicher laufen kann? Lässt es sich dadurch entmutigen? Nein, sonst wäre das mit dem Laufenlernen für uns wohl nicht möglich. Streichen wir den blöden Begriff Fehler doch und sagen "es übt". Wer übt, probiert sich aus, findet Wege wie etwas geht. Wege wie etwas nicht so gut geht. Oder eben gar nicht geht.

Emotionen und lernen

Was haben Emotionen mit lernen zu tun? Das ist eigentlich einfach erklärt: die Dinge, mit denen wir eine Emotion verknüpfen, bleiben länger im Gedächtnis. Und werden vom Gehirn grundsätzlich als wichtig(er) wahrgenommen. Der Tiger, der grad auf Dich zu schleicht, ist halt schon etwas existenzieller als das Telefonbuch vor Deiner Nase, oder?

Unser Hirn speichert also nicht nur eine Information, sondern auch eine Emotion dazu. Zum Beispiel kann ich mir Musikstücke besser merken, wenn ich damit eine bestimmte Stimmung verbinde. Ich speichere also zwei Informationen: die Information über das Lied und die Stimmung dazu.

Über Musik ist es mir z.B. auch möglich, sich eine positive Lernumgebung zu schaffen. Oder eine kreative Insel. Das mache ich, wenn ich etwas schreiben will (wie jetzt gerade): ich lege mir für mich passende Musik auf.

Bewegung und lernen

Ähnlich wie bei den Emotionen ist es auch mit der Bewegung beim Lernen. Wenn ich mich bewege während ich etwas lerne, speichert das Hirn nicht nur die Information sondern auch die Bewegung dazu ab. Effektiv also wieder zwei Wege um auf einen Datensatz zuzugreifen. Weshalb es auch gar nicht so doof ist, an unterschiedlichen Orten zu lernen, denn dann verknüpft man den Ort und die Information. Und ja, Bewegung und Ortswechsel zusammen gilt auch.


Spielend lernen

Wenn ich es schaffe, ein mir nicht so genehmes Thema so umzuwandeln, dass mir die Beschäftigung damit Spaß macht, dann bin ich beim spielerischen Lernen. Ein Beispiel bei mir ist das Thema Geschichte. Was fand ich das öde in der Schule. Kaum beschäftige ich mich mit Fantasy-Rollenspiel im Mittelalter, wird es plötzlich interessant. Einfach weil der Ansatz ein ganz anderer ist. Da geht es um das Erleben von Geschichte und Geschichten. Personen kommen einem nahe, man kann den Ausgang beeinflussen. Und daraus erwuchs dann auch ein größeres Interesse an den Zusammenhängen für mich.

Vielleicht finde ich auch jemanden, der Spaß an genau diesen Dingen hat die mich bisher nicht so sehr interessieren und der*die es versteht mich mitzureißen. Denn Begeisterung kann sehr ansteckend wirken. Da ist es vielleicht dann eher das Interesse daran was die andere Person so sehr begeistert, aber auch so lerne ich ja.


Musik im Rollenspiel

Wer gerne spielt nutzt oft auch Musik. Für mich gehört Musik im Rollenspiel einfach dazu.

Wozu brauche ich Musik?

Zwingend erforderlich ist Musik nicht. Aber sie hilft oft eine Stimmung zu erzeugen bzw die vorhandene Stimmung zu verstärken. Wer kennt es nicht aus Filmen, wo die dramatische Musik den Auftritt des Oberschurken ankündigt? Die Liebesszene mit romantischer Musik unterlegt ist? Ein Kampf oder eine Verfolgungsjagd mit schneller und/oder aufpeitschender Musik.

Ähnlich wie einen Film betrachte ich auch Spielszenen. Selbst vorgelesene Texte können mit der richtigen Hintergrundmusik dazu deutlich dazugewinnen. Es erfordert ein bisschen Übung, wenn man das auch noch auf das Musikstück anpassen will. Aber der Effekt ist immer da: die Stimmung des Textes, der Erzählung, wird verstärkt.

Ich habe eine ganze Liste an Songs für verschiedene Szenen oder Stimmungen. Die meisten sind tatsächlich ohne Gesang, wobei es einzelne Stücke gibt, die einfach auch vom Text her sehr gut passen. Dann ist es allerdings meist auch im Spiel ein Musiker, der den Gesang vorträgt, als Hintergrundmusik ist es eher weniger geeignet.

Wenn die Musik wirklich gut zur Szene und/oder zur Stimmung passt dann erzeugt das Zusammenspiel sehr oft fast schon Gänsehaut. Manchmal auch Tränen, wo allein die Beschreibung der Szene vielleicht nicht ausgereicht hätte.

Als Spieler habe ich mit einer Bardin hier und da auch vorhandene Stücke genutzt um Szenen zu untermalen. Ich selber kann nicht gut singen, die Bardin schon, da lag es nahe einfach gute Stücke mit einer Sängerin zu nehmen. Nicht jeden Abend, aber bei besonderen Ereignissen kam das durchaus vor und wurde auch gut angenommen. Einige der Stücke wecken immer noch Erinnerungen an diese Szenen. Das ist für mich ein weiterer Grund, Musik im Spiel zu verwenden.


Musik im Spiel

4 Fragen zum Rollenspiel

Es tauchen immer mal wieder Fragen auf, die manchmal gar nicht so leicht zu beantworten sind. Ich habe hier einmal welche gesammelt, die entweder besonders häufig gefragt werden - oder besonders interessant sind. Eine generelle Einführung findest Du im Artikel "Was ist Rollenspiel eigentlich".

Rollenspiel Würfel

Kann man zu sehr in eine Rolle hinein fallen und am Ende nicht mehr heraus kommen?

Das ist eine weit verbreitete Befürchtung. Tatsächlich habe ich das sogar mal von einer Psychologin gehört. Die besorgte Frage ob es mir nicht schwerfallen würde sich wieder auf die reale Welt zu konzentrieren. Die kurze Antwort war da: nein.

Tatsächlich ist es so: hätte ich damit wirklich ein Problem, sollte ich auch keine intensiven Filme schauen, keine Computer(rollen)spiele spielen und keine guten Bücher lesen. In alles kann ich tief, sehr tief eintauchen. Und ja, es kommt auch vor, dass ich im Nachgang noch eine Weile weiter "träume", so wie ich nach einem Kinobesuch auch noch ein Weilchen im Film sein kann.

Tatsächlich wird das Thema auch in Rollenspielforen öfter diskutiert.

Was kann ich denn machen damit ein Ausstieg gut klappt?

Der Ausstieg aus der Rolle geht in meiner Erfahrung dann am leichtesten, wenn ich im Anschluss noch mit jemandem darüber sprechen kann was im Spiel passiert ist. Man geht sozusagen sanft über die Metaebene aus dem Spiel raus. Ähnlich wie man sich vielleicht nach einem tollen Brettspielabend noch über die besten Züge unterhält.

Alternativ sich bewusst machen dass das Spiel zu Ende ist und sich noch eine Tasse Tee oder Kaffee erlauben um "runterzukommen".

Tee zum Rollenspiel



Gibt es Dinge, die man beachten sollte, wenn man z.B. psychisch nicht ganz stabil ist

Grundsätzlich gilt: suche Dir Deinen Spielleiter und Deine Gruppe weise. Ihr solltet ähnliche Werte haben und es hilft ungemein, wenn der Spielleiter zumindest etwas Fingerspitzengefühl hat was Stimmungen am Tisch angeht.

Ansonsten gehört diese Frage ein bisschen zu der Frage darüber. Natürlich kann man sich auch in den Fantasiewelten verlieren. Das ist dann aber kein Problem des Rollenspiels an sich, sondern der Psyche des Menschen der spielt. Wenn man sich eine Parallelwelt aufbaut, die besser/schöner ist als die reale und sich dann da hinein flüchtet. Ich habe das bisher nur in einem Fall erlebt, dass ich den Eindruck hatte eine Person verkriecht sich eher in einem mächtigen Charakter und dessen Welt. Grundsätzlich ist wie immer das Maß entscheidend.

Wann man aufpassen sollte? Immer.

Dazu kommt, dass im Rollenspiel diverse Dinge geschehen können, die eine Person mit gewisser negativer Vorerfahrung triggern könnten. Für mich gehört deshalb zu jeder Runde eine Vorbesprechung, wo abgeklopft wird, wo für die einzelnen Personen die No Gos sind. Das muss auch nicht vor allen erzählt werden, es gibt auch Wege das nur dem Spielleiter zukommen zu lassen. Ehrlichkeit hilft, es ist keinem geholfen nichts zu sagen und dann in eine blöde Situation zu schliddern. In jedem Fall gilt ein No Go eines Spielers dann für alle. Es gibt ein paar krasse Themen wie z.B. Folter, die ich von meiner Seite aus sowieso generell ausschließen würde. Für mich gewinnt absolut niemand wenn solche Szenen Teil des Spiels sind. Außerdem gibt es bei mir immer die Option bei einer Szene zu sagen "Stop", aus welchen Gründen auch immer. Manchmal will der Spieler dann eben für die Szene raus gehen, manchmal ist es sinnvoller direkt zu fade to black zu springen. 

Es hilft als Spielleiter auch, seine Spieler zu kennen und mögliche Triggerpunkte, die sich vielleicht gerade eben erst durch das Privatleben des Spieler ergeben haben, zu benennen und zu klären bevor es in solche Szenen geht.

Kann das Spiel auch helfen?

Ein interessanter Nebeneffekt ist, dass eben durch das Erleben im Rollenspiel auch eigene Themen angegangen werden können. Wenn ich einen Charakter habe, der mir etwas ähnlich ist und etwas ähnliche Themen mit sich herum schleppt, dann kann der Charakter Lösungen für sich finden - die vielleicht auch dem Spieler helfen können. Sei es, dass ich feststelle, dass Streits/Konflikte gar nicht so schlimm sind wie ich immer dachte. Oder dass es im Spiel keine richtigen und falschen Entscheidungen gibt, weil das Spiel trotzdem weiter geht.

Was ist das schönste Gefühl daran?

Für mich definitiv alle Szenen, die emotional aufgeladen sind. Konflikte so als allererstes Beispiel. Ich bin eigentlich ein Harmoniebärchen, aber im Rollenspiel finde ich Konflikte großartig, weil ich mich da so richtig austoben kann und das komische Gefühl im Bauch dabei nicht als belastend empfinde. Ich mag es wenn der Charakter sich verliebt, wenn es romantische Szenen gibt. Oder auch sehr traurige, wenn ein lange Jahre gespielter Charakter stirbt. Oder auch die Szenen, wenn sich einer für den anderen in die Bresche wirft und sich in Gefahr begibt um jemand anderen zu retten. Gänsehaut!

On top sind die meisten dieser Geschichten ja auch so aufgebaut, dass man (bzw der eigene Charakter) Spuren in der Spielwelt hinterlässt, also wirklich einen Einfluss hat. Meist geht es um den Kampf gegen einen (übermächtigen) Feind in irgendeiner Form.



Wie divers sind denn die "Mitspieler"

Das Vorurteil mit den Techniknerds ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Zumindest ist in den Kreisen die Rollenspielerdichte etwas höher. Die größte Gruppe machen aber wohl Schüler generell aus, Studenten sowieso (da eben vermehrt die technischen Studiengänge, aber ich habe schon aus jeder Fakultät jemanden am Spieltisch gehabt). Etwas verwunderlich auf den ersten Blick ist es wohl wenn man Anwälte und Richter sieht. Aber die benötigen vermutlich genauso einen kreativen Ausgleich wie die "Techniker".



Wieso mache ich das hier überhaupt?

Rollenspiel

Da rede ich in letzter Zeit so oft von Spiel und Rollenspiel. Aber wieso mache ich das? Was ist mein Grund dahinter?

Ich glaube, dass wir mehr Spiel und damit Freude in unser Leben lassen dürfen. Spielerisch lernen. Das, was die Kinder können und viele von uns verlernt haben.

Das (Rollen)Spiel ist ein Teil von mir und bereitet mir so viel Freude, dass ich sie mit anderen teilen will. Sich in andere Menschen hineinzuversetzen ist sowieso eine Fähigkeit, die viel zu selten genutzt wird.

Weil ich weiß und selber erfahren habe welche erstaunlichen Veränderungen passieren können, wenn man sich ganz und gar auf ein Spiel einlässt. Denn ein bisschen "Ich" ist in jedem Charakter drin.

Durch ein spielerisches Element können viele Dinge ihren Schrecken verlieren. Ich kann mich in sicherer Umgebung ausprobieren, ohne dass meine Aktionen reale Konsequenzen haben. Auch wenn ich nicht der geborene Anführer bin, kann ich diese Rolle ausprobieren, darin lernen und daran wachsen. Ich kann Konflikte austragen und gleichzeitig übe ich es damit.

Und generell liebe ich es einfach, gemeinsam eine Geschichte zu erschaffen und dabei selber nie genau zu wissen, wo es mich hinführen wird. Rollenspiel ist Teamwork! Es ist kreativ. Es ist spannend. Und es kann auch sehr intensiv sein.

Klingt das interessant? Du kannst es ausprobieren.
Am 18.02.22 wird es einen Workshop mit mir geben zum Thema "Im Rollenspiel zur Wunschkundin".